24. Mai 2018

Unser Holiday Inn Hotel ist preislich und in der Ausstattung in der oberen Preisklasse angesiedelt. Wir hoffen, dass sich das auch positiv auf das enthaltene Frühstück bemerkbar macht. In Frühstücksaal werden wir tatsächlich nicht enttäuscht und konnten uns an einem ordentlichen Buffet satt essen bevor noch dem Nachbau des Parthenon gegenüber noch einen Besuch abstatten. Bei hoch sommerlichen Temperaturen umrunden wir den originalgetreu nach gebauten Tempel der griechischen Göttin Athena. Im Innern befindet sich eine Nachbildung der Stadtgöttin von Athen. Die $6 pro Nase um einen Blick darauf zu werfen sparen wir uns.

Gut eine Stunde später sind wir auf dem Interstate 40 und fahren Memphis entgegen. Das Fahren in den Südstaaten ist so angenehm wie eine Nierenkolik. Der Großteil der Verkehrsteilnehmer ignoriert die Verkehrsregeln völlig oder scheint sich auf einen egoistischen Selbstfindungstrip zu befinden. Mit 6 mph über dem Speedlimit fühlen wir uns wie die Insassen des Carrera Hinderniswagen. Andere schleichen mit 10 mph unter dem Limit. Einige Meilen vor Memphis beginnt sich der Verkehr zu stauen. Ein Hinweisschild besagt das vorne eine der Spuren enden wird. So schleichen wir rechts im Stau weiter bist ein Sattelschlepper von der linken, neben uns unvermittelt auf unsere Spur wechselt und uns auf den Standstreifen abdrängt. Dann zieht er wieder zurück, das war mal auf die Nette Art, unbewaffnet mitgeteilt, dass sich hier niemand vor drängelt.

Dankbar es wohlbehalten geschafft zu haben, bogen wir auf den Parkplatz unserer nächsten Luxus Unterkunft ein.  Die offizielle Check-In Zeit wäre erst in einer Stunde und wir beschließen einfach mal nach zu fragen. Ja könnten schon früher einchecken, kostet nur $15 pro Stunde. Ok dann eben Aufpreis (wurde aber nicht abgezogen). In dem Hotel und bei den Besuchern dreht sich alles um Elvis Im Hotel eigenen Shop kann man bereits Karten für Graceland kaufen. Die Ami’s die sich vor uns ausmähren, nehmen das volle Programm mit VIP und haste nicht gesehen. Die Preise dafür verschlagen einem den Atem, wir begnügen uns für die normale Tour ohne Flugzeug, die mit $69 pro Person der Kreditkarte das letzte abverlangt. In der Lobby warten wir darauf das der Shuttlefahrer zum Tour Beginn Aufruf. Macht er diesmal nicht und so fährt das Vehikel ohne uns. Wir fragen im Shop nach, ob das normal ist und was den Karten, wegen der eingetragenen Zeit ist. Was wir heraus bekommen ist, das die Karten nicht Zeit gebunden sind. Warum ein Hype die Uhrzeit beim Erwerb gemacht wird erschließt uns nicht ganz so. Vom Service und Freundlichkeit der Dame waren wir sowieso alles andere als begeistert. Der Shuttlefahrer für den Airport war so freundlich uns dann rüber zu fahren. Dem drückte ich für die Freundlichkeit ein größeres Trinkgeld in die Hand. Laut Google Map ist Graceland schräg gegenüber vom Hotel, wir hätte auch laufen können. Europäer kommen nicht auf die Idee wegen 150 Meter einen Shuttle Service einzurichten.

Wir sind eigentlich keine bekennenden Elvis Fans. Ela ist eher ein Beatles Fan. Aber das sollte ja kein Hinderungsgrund sein, nicht einer zu werden. Wir betreten also Graceland, oder vielmehr den relative neu ausgebauten Bereich, mit den Verschiedenen Ausstellungen und dem Diner, und haben Null Plan. Einen Map oder ähnliches gab es von unser Hotelverkäuferin nicht, wir gehen in einer der Ausstellungsräume und verlassen diesen dann wieder, verwirrter als zu vor. Mal sehen wo man was Informatives bekommt. Die Dame am Einlass bestätigt das wir heute sooft rein und raus dürfen wie wir wollen. Im Kassenbereich gib es das gesuchte Informationsmaterial.

Einige Minuten später sitzen wir im Trolley der uns zum Anwesen von Elvis fährt. Ausgerüstet mit einem iPad als Guide, eingestellt in deutscher Sprache, erreichen wir den Eingang von Graceland Mansion. Nach einer kurzen Einführung, was man alles nicht darf werden wir ins Innere geführt. Der Guide führt durch alle Räume, erklärt die Inneneinrichtungen und erzählt jede Menge Anekdoten aus dem Leben von Elvis und seinem Umfeld. Am Ende kommt man zu den Gräber von Elvis und seiner Familie.

Später sitzen wir wieder im Trolley, zurück zur großen Graceland Ausstellung. Bevor wir uns noch die zahlreichen Dinge, die eine Rolle im Leben von Elvis gespielt haben, anschauen besuchen wir noch Gladys Diner. Ela gönnt sich hier einen Chilli Hot Dog. Dann schlendern wir durch den Rest von Elvis Leben, bewundern Anzüge, Fahrzeuge, goldene Schallplatten und und und und. In einer Ecke ist das Sendestudio des Sirius Elvis Radio Senderns. Insgesamt waren wir sehr beeindruckt von der Ausstellung und werden ein wenig mehr Elvis Fan als zuvor. Wir verlassen dann die Ausstellung, diesmal zu Fuß weil sich ja nur ein paar 100 Meter bis zum Hotel sind. Auf diese Weise können wir noch einen Blick auf den Privat Jet werfen und ein paar Fotos am Tor zur Graceland Mansion machen.

Einen Downtown Shuttle Service, wie in Nashville bot unser Hotel leider nicht an. So setzten wir uns wieder in den Wagen und führen in die Innenstadt. Den Parkplatz den ich herausgesucht hatte, fanden wir noch relativ gut, am Baseball Stadion der Redbirds. Hier lungerten in diesen Augenblick zwar einige merkwürdige Gestalten herum. Da sich aber der Parkplatz wegen einer Veranstaltung im Stadion langsam füllte, ließen wir das Auto hier stehen. Die Automaten hier waren mal wieder sehr Tricky, und zickten rum, nur Barzahlung möglich war. Da auch die Einheimischen mit den Dingern zu kämpfen hatten, liegt es wohl nicht an uns das wir einige Minuten bis zum Abschluss der Zahlung brauchen.

Wir wollen zur Baele Street, laufen gefühlsmäßig prompt in die falsche Richtung. Google Maps bringt uns auf den richtigen Weg. Die Beale Street hier sowas wie der Bradway von Nashville, nur das hier die gesamte Straße für Fußgänger abgesperrt ist. Wir sind nicht unbedingt die großen Live Music Fans, aber wir können uns der Atmosphäre hier nicht entziehen. Wir finden hier auch das Hard Rock Cafe und in einem der vielen anderen Läden auch geeigneten Magneties für zu Hause. Was halten auch Ausschau nach Autokennzeichen der US Bundesstaaten wir besuchen. Die gibt es natürlich nicht in den Souvenirladen, das gibt es nur den Standard Tourikram zu kaufen. Deshalb betreten wir auch die Shops die völlig anders sind und allen möglichen Kram haben. Und in genau so einen Laden wird Ela dann fündig und bis auf Louisiana und North Carolina bekommen wir hier das gesuchte.

Wir schlendern die Straße weiter und über legen sie weiter bis zum Mississippi zu gehen. Aber ehrlich gesagt wirkt Memphis und die Beale Street hinter der 2 nd Street nicht wirklich einladend auf uns wirkt. So macht unser Sicherheitsgefühl und unser Magenknurren die Entscheidung leicht, wieder zum Auto zu laufen. Unsere Tochter hatte empfohlen die Restaurantkette Olive Garden aus zu probieren. Im Memphis gibt es vier Läden der Kette und wenig später sitzen wir bereits an einem Platz des gut besuchten Ladens. Als Fans mediterranes Essen finden wir auch schnell etwas in der üppigen Speisekarte. Die Bedienung ist ebenfalls freundlich und professionell, sodass dies nicht der letzte Besuch sein sollte. Bei einsetzender Dämmerung erreichen wir unsere Unterkunft und lassen den Abend, nach einen anstrengenden Tag ausklingen.

 

The Guest House at Graceland hat erst 2016 eröffnet. Hier dreht sich alles um Elvis und insbesondere die Gäste scheinen fast nur deshalb hier zu sein. Im Foyer findet man auch einen Shop in dem man Tickets für Graceland kaufen kann. Es gibt einen Shuttelbus zu Graceland.

1 Übernachtung 130€

Gefahren: ca. 370 Km

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