23. Mai 2018

Heute ging es weiter nach Nashville, zuvor haben wir noch die Möglichkeit genutzt das Best Western Frühstück zu uns zu nehmen. Das Frühstück ist besser als in den diversen Inn’s, aber nicht so das bei uns wirklich Begeisterung ausbricht. Anschließend haben wir die Koffer in Auto verfrachtet und sind Richtung Tennessee gefahren. Das Wetter scheint wieder toll zu werden, sodass wir unsere Regenkleidung einen weiteren Tag nicht brauchen werden. Hier am Riverwalk am Tennessee haben wir dann erstmal mit den Parkautomaten gekämpft. Was heißt gekämpft der Automat hat unser Geld geschluckt aber kein Ticket rausgerückt. Parkautomat 1 wir 0. Am zweiten hatten wir etwas mehr Glück. Der Preis für ca. 30 Minuten parken hielt sich einigermaßen in Grenzen, sodass kein wirklicher finanzieller Schaden entstand. Viel ist nicht los um diese Zeit hier. Unter einer Brücke drücken sich ein paar Gestalten herum und die Fische die wir sehen, schwammen meist mit dem Bauch nach oben. Bevor unsere Parkzeit abläuft sitzen wir auch wieder im Auto.

Nashville liegt in Nord-westlicher Richtung, wir aber fahren erstmal in Süd-Westlich Richtung nach Huntsville in Alabama. Zuvor aber machten wir Halt in Scottsboro. Bei unseren letzten Besuch auf der ITB in Berlin bekamen wir den Tipp am Stand von Alabama hier das Unclaimed Baggage Center zu besuchen. Hier handelt es sich um ein Kaufhaus in dem Dinge verkauft werden, die sich im Gepäck nicht abgeholter Koffer von Flughäfen befanden. Scheinbar wird auch der Inhalt von nicht zustellbaren Paketen hier angeboten. Und was man hier zum Teil kaufen kann ist schon erstaunlich. Neben den üblichen Dingen wie Kleidung, Taschen, Schmuck, Smartphones, Laptops usw. , findet man auch die erstaunlichsten Gegenstände wie Surfbretter, Staubsauger, Samurai Schwerter, Golfausrüstung und und und. Ela schaute sich in der Bekleidungsecke um ob sie ein paar passende Kleidungsstücke findet. Während ich mich zwischen den Fotoausrüstungen umschaue. In einer Ecke höre ich die Gitarrenklänge von “Sweet Home Alabama”, ein Kunde test die Qualität des eines Instrumentes und das in sehr professioneller Art und Weise. Während ich den Laden mit leeren Händen verlassen, hat Ela doch tatsächlich einige brauchbare und vor allen günstige Klamotten gefunden.

Dann ging es wieder zum Auto und nach einer weiteren Stunde fahrt, fanden wir  uns auf dem Parkplatz des U.S. Space & Rocket Center in Huntsville wieder. Nun für Ela nicht unbedingt das Highlight der Tour, aber ein wenig hat sie sich doch von der Saturn V und dem Spaceshuttle, in Original Größe, beeindrucken lassen. Vieles was mit der westlichen Raumfahrt oder Weltall zusammen hängt lässt sich wie bewundern und zum Teil auch anfassen. Ein der großen Attraktionen kann man in Form der Saturn V, als stärkste jemals gebauten Rakete, bestaunen. Draußen steht einen Original Rakete. Im Gebäude gib es ein Model davon, um sie als Ganzes an zuschauen. Imposanten ist aber eine zweite Original Rakete dieser Bauart, die liegend im Gebäude ausgestellt ist. Hier kann man die einzelnen Stufen abschreiten und betrachten. Zum Teil findet man gerade hier auch einige ältere ehemalige NASA Mitarbeiten, die in weißen Kitteln, den Besuchern ihre alten Wirkungsstätten nahe bringen.

Nach dem wir uns viele Teile der großen Ausstellung angesehen haben ließen wir uns für einen kleinen Snack im Ausstellungsrestaurant nieder. Hier gab es (Käse)Hotdogs. Das nötige Besteck konnte man hier stilecht aus einem Automaten beziehen. Das Getränk nahmen wir in einem großen Becher, den Ela für Jannick mit nach Deutschland nehmen wollte. Am Ausgang war natürlich wieder der übliche Souvenir Shop, an dem wir sowieso nicht, ohne ein Magnetie zu kaufen, vorbei kommen.

Mit dem Auto geht es nun Richtung Norden. Zwei Stunden später erreiche wir Nashville. Nashville! “Ich will so gerne mal nach Nashville”. Berühmte Zeile aus einem Western Union Song. Aber wir haben nie damit gerechnet hier mal aufzuschlagen. Auf den etwas unübersichtlichen Parkplatz des Holiday Inn stellen wir unseren Wagen ab und checken in das recht luxuriöse Zimmer mit zwei Queens Betten im 11 Stock ein. Die Übernachtung unseres Mietwagenkostet uns $25, dafür gibt es einen kostenlosen Shutleservice nach Downtown Nashville. Diesen Service nehmen wir gerne in Anspruch und sitzen dann auch schon Minuten später drin. Unser Fahrer ist sehr entspannt, setzt einen Hotelgast am Krankenhaus ab bevor es ins Zentrum geht. Beim Aussteigen drückte uns unser Fahrer seine Karte in die Hand. Einfach anrufen und hier warten, dann ist er 15 Minuten später wieder da. So landeten wir am dem berühmten Broadway von Nashville. Aus jeder Kneipe dröhnte uns Musik verschiedenster Ausrichtung entgegen, hauptsächlich Rockmusik. Nun sind wir zwar nicht ausgesprochene Livemusikfans, aber dem Flair hier kann man sich nur schwer entziehen. So liefen wir die Straße erstmal Richtung Cumberland River herauf. Neben Bars gibt es hier auch jede Menge anderer Geschäfte. Der Verkauf von Boots scheint hier neben Alkohol die Haupteinnahmequelle zu sein. In einem der Shop’s findet Ela natürlich unseren obligatorischen Magnetie. Der Hard Rock Cafe Shop wird ebenfalls von uns angesteuert.

Am Ende der Straße landet man am Riverseide Park, hier hat man eine tolle Aussicht auf den Cumberland River. Die John Seigenthaler Pedestrian Bridge führt über den Fluss. Auf der anderen Seite befindet sich das NFL Nissan Stadium der Tennessee Titants. Wir entschließen uns die Brücke genauer anzusehen und einige Fotos zu machen. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Bahnhof vorbei. Ein Zug mit Name “Music City Star” wartet auf Passagiere.Das ganze Bahnhof zu nennen ist etwas übertrieben. Ein kleines Empfangsgebäude und Gleise neben der Straße dienen als Zugang zum Zug. In der Nähe finden wir den Zugang. Mit Treppen oder Aufzug gelangst man an dieser Stelle auf die Brücke. Diese ist großzügig gebaut und nur Fußgänger und Radfahrern vorbehalten. Hier hat man einen tollen Blick über Fluß und beide Ufer.

So langsam quälte uns aber auch mal wieder der Hunger und schon steht wieder die Überlegung, was wir wohl heute essen werden im Raum. Wir einigen uns, dass heute mal wieder etwas italienischen schön wäre. Ela schlagt dann das Luigi’s vor, an dem wir gerade zufällig vorbei kommen. Also nehmen wir in diesen originell eingerichteten Restaurant platz. Die Auswahl auf der Karte war jetzt nicht unbedingt riesig. Ela bestellt sich eine Pizza und mir ist mehr nach Pasta zumute. In der Auswahl sagen mir die Spaghetti mit zwei sehr großen Meatballs am meisten zu.

Gesättigt geht es wieder auf den Broadway, ein mal hoch und einmal runter. Am Riverside Park locken uns die hellen Klänge von Drums an den Fluss. Auf der anderen Flussseite spielen zwei Kids einige Drum-Solos und wir nutzen die Gelegenheit, um uns dort bei Sonnenuntergang nieder zulassen und den Abend zu genießen. Als die Dämmerung einsetzt, begeben wir uns zum  Broadway Ecke Rosa L Parks Blvd. Hier rufen wir unseren Fahrer an, der uns 10 Minuten später einsammelt und am Hotel absetzt.

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